Das Land Niedersachsen unterstützt soziokulturelle Zentren und Vereine im ersten Halbjahr 2026 mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. 600.000 Euro davon kommen zusätzlich aus der sogenannten „Politischen Liste“ – den Haushaltsschwerpunkten, die die regierungstragenden Fraktionen im Landtag gezielt für die Soziokultur auf den Weg gebracht haben.

In Göttingen profitiert davon besonders das boat people projekt, ein freies Theaterkollektiv aus der Göttinger Weststadt, das mit politischem Theater zu gesellschaftlichen Fragen arbeitet und dabei bewusst unterschiedliche Perspektiven und Zielgruppen einbezieht. In diesem Förderhalbjahr wird das Projekt gleich dreifach unterstützt. 

Das boat people projekt erhält:

  • 11.655 Euro Strukturförderung für „Resilienz trainieren und stärken (Folgeantrag)“
  • 10.530 Euro Projektförderung für „LOST & FOUND: Theaterclubs für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“
  • 17.215,53 Euro Investitionsförderung für die Maßnahme „WAND“

Damit fließen insgesamt mehr als 39.000 Euro an das Göttinger Projekt. Karola Margraf, SPD-Landtagsabgeordnete für Göttingen, erklärt: „Dass das boat people projekt gleich dreifach gefördert wird, ist kein Zufall – das ist Anerkennung für die wertvolle Arbeit hier in Göttingen.“

Margraf betont weiter: „Wenn Kinder und Jugendliche im Theaterclub eine Stimme finden, wenn junge Menschen Resilienz lernen und wenn Einrichtungen technisch so ausgestattet werden, dass sie dauerhaft Programm machen können – dann ist das Demokratieförderung im besten Sinne.“

Neben dem boat people projekt profitiert auch ein weiteres Projekt in der Göttinger Weststadt: Flause (Peloton e.V.) erhält eine Strukturförderung in Höhe von 9.770,45 Euro, um die Basisarbeit zu sichern und weiter zu stabilisieren. Die Flause ist ein ehrenamtlich getragenes Subkultur- und Veranstaltungsprojekt am Leinehafen neben der musa. Dort werden niedrigschwellige Räume und Formate für junge Kulturinteressierte organisiert – von Workshops und Treffen bis zu wechselnden Kulturaktionen, bei denen Menschen eigene Ideen ausprobieren und umsetzen können.

„Wer über Zusammenhalt redet, muss die Räume stärken, in denen er entsteht. Soziokultur heißt: Türen auf, Mitmachen möglich machen – und zwar nicht irgendwann, sondern hier und heute in unseren Stadtteilen“, so Margraf abschließend.

Landesweit fließen die Mittel im ersten Halbjahr 2026 in 36 Projekte, 37 Strukturmaßnahmen und 20 investive Vorhaben. Anträge für das zweite Halbjahr 2026 können bis 30. April 2026 gestellt werden; Anträge für 2027 bis 15. Oktober 2026 (über den Landesverband Soziokultur Niedersachsen).