Neulich war ich zu Besuch an der Heinrich-Böll-Schule – einer Förderschule für Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf im Bereich körperliche und motorische Entwicklung.
Eingeladen hatte mich Mattis, der sich auf verschiedenen Ebenen als Schülervertreter engagiert und auf Landesebene gerade mit einer Petition auf ein wichtiges Problem aufmerksam macht: Er war zur Wahl des Landesschülerrates nach Braunschweig gefahren, konnte dort aber nicht gewählt werden, weil für seine Schulform nicht genügend Wahlberechtigte anwesend waren. Nach der bisherigen Regelung findet eine Wahl nur statt, wenn mindestens vier Wahlberechtigte einer Schulform vor Ort sind.
Für Förderschulen ist das eine hohe Hürde. Es gibt weniger staatliche Förderschulen, und eine Anreise zu einer Wahl ist für viele Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf nicht leicht zu organisieren.
Gemeinsam mit Mattis, weiteren Schülervertretern, dem SV-Beratungslehrer und der Schulleiterin habe ich über sein Anliegen gesprochen, über den Alltag an Förderschulen und über die Frage, was gute Mitbestimmung wirklich braucht.
Dabei war uns allen klar: Demokratie darf nicht davon abhängen, welche Schule ein junger Mensch besucht. Alle Schülerinnen und Schüler müssen faire Möglichkeiten haben, gehört zu werden.
Vielen Dank an Mattis, die Schülervertretung und die Schulleitung für den offenen Austausch und den Einblick in die engagierte Arbeit an der Heinrich-Böll-Schule.
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