„Ein starkes Signal für die Göttinger Geistes- und Sozialwissenschaften“
Drei Göttinger Projekte erhalten zusammen 995.500 Euro aus dem Förderprogramm Pro*Niedersachsen. 385.287 Euro gehen an die Universität Göttingen für „Bellifortis digital“, 384.213 Euro an das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) für „Vom Leerstand zum Sozialen Ort“. Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) erhält weitere 226.000 Euro für die Erschließung, Digitalisierung und Kontextualisierung ihrer Stammbuchsammlung.
„Fast eine Million Euro für drei Göttinger Projekte sind ein starkes Signal für unsere Geistes- und Sozialwissenschaften. Göttingen steht zu Recht für Spitzenforschung in den Natur- und Lebenswissenschaften. Zu unserem Wissenschaftsstandort gehören aber genauso starke Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie erschließen historische Quellen, untersuchen gesellschaftlichen Wandel und geben Antworten auf Fragen, die uns ganz konkret beschäftigen. Diese Stärke gilt es ebenso zu fördern“, erklärt die Göttinger Landtagsabgeordnete Karola Margraf.
Ein besonders anschauliches Beispiel für die Bandbreite und insbesondere die gesellschaftliche Relevanz der geförderten Forschung ist das SOFI-Projekt „Vom Leerstand zum Sozialen Ort“. Es untersucht, wie ehemalige Schulgebäude und Kirchorte neu belebt werden können. „Gerade in kleineren Städten und im ländlichen Raum stellt sich immer häufiger die Frage, was aus Orten wird, wenn ihre ursprüngliche Nutzung endet. Das SOFI greift damit eine sehr konkrete gesellschaftliche Entwicklung auf und untersucht wissenschaftlich, welche neuen Perspektiven daraus entstehen können“, so Margraf.
Die Mittel stammen aus zukunft.niedersachsen, dem gemeinsamen Wissenschaftsförderprogramm des Landes Niedersachsen und der VolkswagenStiftung. Es wird überwiegend aus dem Gegenwert der Dividenden der 30,2 Millionen VW-Treuhandaktien des Landes finanziert. 2025 standen darüber insgesamt 202 Millionen Euro für die Wissenschaft in Niedersachsen zur Verfügung.
Landesweit werden im Rahmen von Pro*Niedersachsen 15 neue Forschungs- und Erschließungsvorhaben mit rund 4,8 Millionen Euro gefördert.