Gute Nachricht für Göttingen: Die Stadt Göttingen wird im Rahmen des Wettbewerbs „Gute Nachbarschaft 2026“ des Landes Niedersachsen gefördert. Mit dem Projekt „Wir für die Göttinger Quartiere“ konnte sich Göttingen trotz starker Konkurrenz im Land durchsetzen, teilt die Göttinger Landtagsabgeordnete Karola Margraf mit.

Landesweit wurden 52 Anträge mit einem beantragten Fördervolumen von mehr als zehn Millionen Euro eingereicht. Gefördert werden jetzt 14 Projekte, darunter auch der Göttinger Antrag.

„Das ist ein starkes Signal für Göttingen. Die Entscheidung zeigt die hohe Qualität der Quartiersarbeit in unserer Stadt“, erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Karola Margraf.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Stärkung der Göttinger Gemeinwesenarbeit und der Nachbarschaftszentren. Geplant ist unter anderem ein gemeinsamer Förderfonds, der die lokale Arbeit in den Quartieren langfristig absichern soll. Beteiligt sind neben der Stadt Göttingen auch die Nachbarschaftsvereine am Holtenser Berg und am Leineberg.

In Zeiten, in denen die kommunalen Haushalte unter erheblichem Druck stehen, ist diese Förderung besonders wichtig. Ohne zusätzliche Unterstützung des Landes hätte die Göttinger Quartiersarbeit in den kommenden Jahren vermutlich nicht der bisherigen Qualität fortgeführt werden können, so Margraf.

Am Holtenser Berg soll unter dem Titel „Unser Berg, unsere Demokratie“ das Sicherheitsempfinden gestärkt, Beteiligung ermöglicht und die Verbindung zwischen Quartier und Rathaus verbessert werden. Am Leineberg soll das Projekt „Wir für den Leineberg“ den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und neue Zielgruppen erreichen, darunter jüngere Menschen, Familien und Menschen mit Migrationsgeschichte.

„Nachbarschaftszentren sind Orte, an denen Zusammenhalt gelebt wird: beim Gespräch, in der Beratung, beim gemeinsamen Projekt. Gerade in einer Zeit, in der rechte Kräfte versuchen, Menschen gegeneinander auszuspielen, sind solche Orte eine wichtige demokratische Antwort. Wo Menschen sich begegnen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas für ihr Quartier tun, wächst Vertrauen statt Spaltung. Deshalb ist diese Förderung für Göttingen so wichtig“, so Margraf.

Der Förderzeitraum läuft vom 1. Oktober 2026 bis zum 30. September 2029. Für das Göttinger Projekt sind nach den Antragsunterlagen Gesamtausgaben von rund 491.600 Euro vorgesehen, davon entfallen rund 359.900 Euro auf die Landesförderung.

„Mit dieser Förderung kann die Arbeit in den Quartieren über drei Jahre gezielt weiterentwickelt und auf eine verlässlichere Grundlage gestellt werden“, so die SPD-Abgeordnete abschließend.